Policy-Paper „Empfehlungen für eine abgestimmte regionale Politik der Klimaanpassung“

Neue dynaklim Publikation (Nr.49/Mai 2014) unter Mitarbeit des RISP erschienen


„Ohne regionale Strukturen und klare Zuständigkeiten auf kommunaler Ebene geht es nicht!“

Der Frühling und der Sommer 2014 haben uns speziell in NRW mit Sturm, Starkregen und Überflutungen dramatisch vor Augen geführt, dass politisch gehandelt werden muss. Das Policy-Paper von dynaklim – entstanden noch vor den Juli-Ereignissen – unterbreitet den politischen Entscheidern Vorschläge, was getan werden sollte.

Die Politikempfehlungen zielen auf die Verbesserung der Wissens- und Entscheidungsgrundlagen, auf die institutionelle Verankerung der Klimafolgenanpassung sowie auf die Mobilisierung des innovativen Gestaltungsvermögens der Bürgerinnen und Bürger, der Zivilgesellschaft und der Unternehmen ab.

Das Policy-Paper beinhaltet die politische Quintessenz der Roadmap 2020 und hat vier Teile. Im ersten Teil geht es um die Probleme und Herausforderungen, vor die uns der Klimawandel an Emscher, Lippe und Ruhr stellt. Der zweite Teil beschreibt die bisherigen Handlungsfelder, der dritte Teil die Zukunftsaufgaben. Im vierten Teil werden die folgenden sieben konkreten Politikempfehlungen formuliert und begründet:

1. Eingeführt werden sollte ein Gefährdungsmonitoring für Kommunen des Landes NRW als kommunale Pflichtaufgabe.

2. Kommunalverwaltungen benötigen eine klare organisatorische und eine auf Vernetzung bzw. Integration angelegte Zuständigkeit für die Klimafolgenanpassung.

3. Die Räte einer Kommune stehen in der Verantwortung, politische Beschlusslagen zum Handlungsfeld Klimafolgenanpassung herbeizuführen.

4. Das Ruhrgebiet braucht für die Klimaanpassung ein klares institutionelles und prozedurales Arrangement der zentralen regionalen Akteure.

5. Die städtischen Quartiere in der Region sollten klimarobust und mit einem hohen Niveau an Resilienz entwickelt werden.

6. Die Mitwirkungsbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger und zivilgesellschaftlicher Gruppen bei der ökologischen Transformation ist zu nutzen.

7. Für KMU, Handwerk und für die Region hat die Klimaanpassung erhebliche ökonomische Potenziale, die gehoben werden sollten.

Adressaten des Dokuments sind Frauen und Männer mit Entscheidungsfunktionen in den Kommunen, der Region und im Land NRW, die Stakeholder und die politische Öffentlichkeit.

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Joachim Liesenfeld | Mon Sep 1 11:36:07 2014
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