Krumpholz, Peter / Wessendorf, Insa

Interkulturelle Fallberatung in der Schule



Die Interkulturelle Fallberatung bezieht sich auf die Kollegiale Fallberatung und erweitert diese um eine interkulturelle Perspektive.

In den letzten Jahren hat die Methode der Kollegialen Fallberatung erfreulicher Weise auch Einzug in der Schule erhalten. Einen wesentlichen Beitrag dazu hat die Schulpsychologie geleistet. Viele Schulpsychologische Beratungsstellen in NRW halten Angebote für Lehrkräfte dazu vor.

Die Methode der Interkulturellen Fallberatung ist indes neu. Sie wurde von uns gemeinsam mit der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Duisburg entwickelt und erprobt. Trotz gestiegener Anforderungen aufgrund der veränderten Zusammensetzung der Bevölkerung und Schüler*innenschaft (Pluralisierung der Lebensformen und Lebenslagen, Anstieg von
Schüler*innen mit Migrationshintergrund, Zuzug von Kindern mit Fluchterfahrung, Inklusion) ist sie noch kaum verbreitet.

Wie bei der Kollegialen Fallberatung geht es zunächst um eine Reflexion auf das eigene pädagogische Handeln. Jedoch kommt es bei der Interkulturellen Fallberatung ergänzend darauf an, die kulturellen Kontexte und Kommunikationsweisen aller mittel- wie unmittelbar beteiligten Personen zu beachten. Hierzu gehören nicht zuletzt pädagogische Herausforderungen der Prävention gegen Radikalisierung, vor die Lehrkräfte längst auch in ihrem Schulalltag gestellt werden. Zur Zeit vor allem durch identitäre, linksextremistische wie islamistische Bewegungen und die im Umfeld der Schüler*innen grassierende Feindschaft gegen Israel oder Juden. Leider machen diese nicht Halt vor den Toren der Schule und dem Schulhof.


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