Bestandsaufnahme von interkulturellen Bildungsangeboten des Gesundheitsbereichs in Nordrhein-Westfalen sowie Entwicklung von Handlungsstrategien

Menschen mit Migrationshintergrund sind eine bedeutende und wachsende Nutzergruppe der Gesundheitsdienste in Deutschland. Insbesondere für Nordrhein-Westfalen mit seinem hohen Migrationsanteil ist das Thema „Migration und Gesundheit“ von großer Relevanz.

Menschen mit Migrationshintergrund sind eine bedeutende und wachsende Nutzergruppe der Gesundheitsdienste in Deutschland. Insbesondere für Nordrhein-Westfalen mit seinem hohen Migrationsanteil ist das Thema „Migration und Gesundheit“ von großer Relevanz.

Das Gesundheitswesen ist deutschlandweit und auch in Nordrhein-Westfalen noch nicht auf die spezifischen und auch je nach konkretem Migrationshintergrund unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen mit Migrationshintergrund ausreichend vorbereitet.
So erfordert bspw. die Übermittlung von Gesundheitsinformationen Kompetenz, nicht nur auf sprachlicher Ebene. Das Verständnis von Gesundheit und Krankheit ist untrennbar mit der jeweiligen Kultur verbunden. Zwingend müssen z.B. kulturspezifische Kommunikationswege, Tabus, aber auch der jeweilige Wissens- bzw. Bildungsstand der Zielgruppe Berücksichtigung finden.

Um eine interkulturelle Öffnung auch des Gesundheitswesens für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu erreichen, sind entsprechende Strategien der Personal- und Organisationsentwicklung notwendig.
Eine Schlüsselrolle kommt dabei der interkulturellen Kompetenz der Beschäftigten im Gesundheitswesen zu. Nur entsprechend ausgebildete und somit sensibilisierte Beschäftigte werden bereit und in der Lage sein, das Gesundheitssystem interkulturell zu öffnen und bei Bedarf auch Strukturen zu verändern.

Es gibt bereits verschiedene Ausbildungscurricula, eine Vielfalt an Angeboten und Bildungsträgern für die Vermittlung interkultureller Kompetenz. Um jedoch konkrete Handlungsbedarfe und –ansätze zu generieren ist es notwendig, diese Angebotsvielfalt zu erfassen.

Vor diesem Hintergrund wird in dem Projekt die „Versorgungslandschaft“ in diesem Bereich erhoben und ausgewertet, die Akteure werden identifiziert und Handlungsstrategien für nachhaltige und qualitativ hochwertige interkulturelle Bildungsangebote als Bestandteil von interkultureller Öffnung entwickelt.

Durchgeführt werden dabei u.a.:
• Desktop-Recherchen
• Expertengespräche
• Online-Befragungen

Auftraggeber ist das Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG NRW).


Laufzeit:
Oktober 2013 bis April 2014

Projektbearbeitung

Projektleitung



Dipl. soz. wiss. Joachim Liesenfeld

E-Mail: joachim.liesenfeld@uni-duisburg-essen.de
Tel: +49 (0)203 28099-14


Projektmitarbeiter/innen



Dipl. Soz. Wiss. Kay Loss

E-Mail: kay.loss@uni-duisburg-essen.de
Tel: +49 (0)203 28099-19

M.A. Jennifer Stachowiak

E-Mail: jennifer.stachowiak@uni-due.de
Tel: +49 (0)203 28099-16


Auftraggeber

Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen