Bausteine eines Informations- und Beratungskonzepts für die berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten (BIBBI) - zwei Ergänzungsprojekte im Rahmen der EQUAL-Entwicklungspartnerschaften OpenIT und ProInteCra

Gemeinsame Studie des RISP und der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) erschienen: Bausteine eines Informations- und Beratungskonzepts für die berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten

Bedarf und Begründung

Die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit von Zuwanderern und Zugewanderten wird in Deutschland bundesweit unterschiedlich gefördert; oftmals werden keine expliziten Anstrengungen unternommen, sie für den ersten Arbeitsmarkt fit zumachen und ihre evtl. Informationsdefizite bzgl. Qualifizierung und Beschäftigung zu beheben. Die berufliche Beratung dieser Zielgruppe ist meist eingebettet in eine allgemeine soziale Beratung, die unterschiedliche Lebensbereiche wie Sprache, Wohnen oder Familie umfasst. Die berufliche Perspektive und somit auch die individuelle Qualifizierung ist oft nur ein Teil von einem breiten Spektrum der Integrationsförderung.

Diesen Teil herauszuarbeiten und entweder zum Transfer oder zur Weiterentwicklung bereitzustellen ist im Grunde für die gesamte Integrationspolitik elementar, da „fehlender Zugang zur Beschäftigung als das größte Integrationshemmnis und somit als erste politische Priorität für die Integrationsmaßnahmen ermittelt wurde“ wie im ersten Jahresbericht über Migration und Integration, herausgegeben von der Europäischen Kommission (Juli 2004) konstatiert wird.

Gemeinsame Studie des RISP und der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) erschienen: Bausteine eines Informations- und Beratungskonzepts für die berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten

Bedarf und Begründung

Die Förderung der Beschäftigungsfähigkeit von Zuwanderern und Zugewanderten wird in Deutschland bundesweit unterschiedlich gefördert; oftmals werden keine expliziten Anstrengungen unternommen, sie für den ersten Arbeitsmarkt fit zumachen und ihre evtl. Informationsdefizite bzgl. Qualifizierung und Beschäftigung zu beheben. Die berufliche Beratung dieser Zielgruppe ist meist eingebettet in eine allgemeine soziale Beratung, die unterschiedliche Lebensbereiche wie Sprache, Wohnen oder Familie umfasst. Die berufliche Perspektive und somit auch die individuelle Qualifizierung ist oft nur ein Teil von einem breiten Spektrum der Integrationsförderung.

Diesen Teil herauszuarbeiten und entweder zum Transfer oder zur Weiterentwicklung bereitzustellen ist im Grunde für die gesamte Integrationspolitik elementar, da „fehlender Zugang zur Beschäftigung als das größte Integrationshemmnis und somit als erste politische Priorität für die Integrationsmaßnahmen ermittelt wurde“ wie im ersten Jahresbericht über Migration und Integration, herausgegeben von der Europäischen Kommission (Juli 2004) konstatiert wird.

Unzählige Projekte haben – neben der institutionalisierten Beratungsarbeit beispielsweise der Migrantenberatungsstellen der Wohlfahrtsverbände – Informations- und Beratungskonzepte entwickelt, erprobt (oder einfach durchgeführt). Die Aufbereitung und weite Streuung dieser Ansätze ist leider noch nicht weit fortgeschritten. Good-Practice-Datenbanken (wie des BIBB) zum Themenbereich Migrantinnen und Migranten liefern einen hilfreichen Anhaltspunkt, erlauben jedoch keinen qualitativen Vergleich nach bestimmten Kriterien; und zwar nicht nach „gut“ oder „schlecht“, sondern zugeschnitten auf den jeweiligen Bedarf (z.B. Förderung von Aussiedlern im Handwerkssektor oder Steigerung des Frauenanteils im gewerblich-technischen Bereich). Dabei soll es nicht um eine Aussortierung oder Entwertung einzelner Projekte gehen, sondern um die Identifizierung und Analyse von bewährten Konzepten, um daraus Empfehlungen bzw. Handreichungen ableiten zu können.

Erfolgreiche Ansätze sollen so interessierten Akteuren der beruflichen Qualifizierung von Zuwanderer zugänglich gemacht werden, um einerseits den Verantwortlichen bei der Entscheidung über das geeignete Maßnahmekonzept eine Unterstützung zu bieten und andererseits Migrantinnen und Migranten unter Nutzung der verfügbaren Ressourcen bestmöglich zu fördern.

Dabei ist es sinnvoll, einen speziellen Blick auf die Rahmenbedingungen in Ostdeutschland zu werfen. (Diesen Schwerpunkt wird ZWH setzen.) Einwanderung findet hier unter vollkommen anderen Bedingungen statt als im alten Bundesgebiet. Nicht nur, dass die Einwanderungszahlen ungleich geringer sind, sondern für die Mehrheitsgesellschaft (in Ostdeutschland) bleibt Zuwanderung vorwiegend ein fremder Prozess. Wogegen in den alten Bundsländern Migrantinnen und Migranten auch aufgrund ihres relativ hohen Anteils an der Bevölkerung im Alltag präsent sind und trotz Benachteiligungen auf dem Arbeitsmarkt weitgehend eine Normalität darstellen.

Die in den ostdeutschen Kommunen lebenden Zuwanderer dagegen sind – wie oben beschrieben – für die Regionen ein neues Phänomen, auch wenn zu DDR-Zeiten sog. Vertragsarbeitnehmer/innen ansässig, aber nicht so sichtbar waren wie beispielsweise die sog. Gastarbeiter/innen in Westdeutschland. Aus diesen unterschiedlichen Problemlagen haben sich bis heute differenzierte Konzepte und Vorstellungen über die geeignete berufliche „Integration“ von Zuwanderer entwickelt, die es gilt, zu ermitteln, vergleichen und aufzubereiten.

Zielsetzung des Projektes

Mittelfristig sollen daher Bildungsberater/innen und Träger/innen der Weiterbildung auf die Zielgruppe und die Fördermöglichkeiten aufmerksam gemacht werden, damit beispielsweise die Gruppe der Aussiedler/innen ihre Zukunft auch in den ostdeutschen Bundesländern sehen. Ein besonderes Kennzeichen hier ist, dass die meisten Zugewanderten, sobald sie freizügig leben oder arbeiten können, in die alten Bundesländer oder Berlin abwandern.

Diese Konzepte zu sichten und daraus abgeleitet Handreichungen für die Praxis zu erstellen, ist Zielsetzung des Projektes. Die zu erstellende Studie soll bestehende Beratungs- und/ oder Informationskonzepte zusammentragen, analysieren und Schwachstellen sowie Positiva hervorheben.

Integrationserfolge sind ein Gewinn für die gesamtdeutsche Gesellschaft; einen Beitrag dazu könnte die Installierung passgenauer und den Anforderungen und Bedürfnissen der unterschiedlichen Migrantengruppen gerechte Beratungskonzepte mit besonderem Fokus auf die berufliche Qualifizierung leisten.

Aktivitäten
1. Erstellung einer Studie

Vorgehen:

  • Bestandsaufnahme, Analyse der strukturellen Bedingungen insbesondere in Ostdeutschland
  • Analyse bisheriger Konzepte und Ansätze: Schwachstellenanalyse und Identifizierung von good practice
  • Aufbereitung guter Ansätze
  • Zusammentragen einzelner Ansätze zu Bausteinen
  • Erstellung von Handreichungen

2. Präsentation der Studie als Broschüre
3. Erstellung einer Datenbank und Web-Site zur kontinuierlichen Weiterentwicklung/ Ergänzung der Bausteine
4. Expertenfachtagung zur Präsentation der Ergebnisse in Ostdeutschland

Aufgabenteilung:

RISP/ OpenIT

- Sammlung von Ansätzen und Beispielen – Aufbau einer Datenbank und Erstellung der Web-Site zur Präsentation der Ansätze – Identifizierung der GP, Entwicklung von Handreichungen für Akteure in Westdeutschland – Studie als Broschüre – Redaktion

ZWH/ ProInteCra

- Erstellung einer Studie mit Fokus Ostdeutschland (Problemanalyse) – Identifizierung der GP, Entwicklung von Handreichungen für Akteure in Ostdeutschland – Präsentation der Studie als Broschüre – Gestaltung – Vorbereitung und Durchführung einer Expertenfachtagung zur Präsentation der Ansätze (Datenbank und Broschüre)


Kooperationspartner | Links

Projektbearbeitung

Projektleitung



Dr. Hans Uske

E-Mail: hans.uske@uni-duisburg-essen.de
Tel: +49 (0)203 36303-31



Auftraggeber

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA)Europäischen Sozialfonds (ESF)

Ausgewählte Publikationen


  • Pascher, Ute / Raas-Turgut, Seda / Uske, Hans: Bausteine eines Informations- und Beratungskonzepts für die berufliche Integration von Migrantinnen und Migranten. 2005. - | Download