E-Health@Home

Entwicklung von Geschäftsmodellen zur Unterstützung eines selbst bestimmten Lebens in einer alternden Gesellschaft

Das Projekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in seinem Förderschwerpunkt „Technologie und Dienstleistungen im demografischen Wandel“ gefördert wird, erforscht und entwickelt Möglichkeiten, wie ein selbst bestimmtes Leben älterer Menschen im eigenen häuslichen Umfeld durch innovative technische Lösungen unterstützt werden kann. Durchgeführt wird das Projekt, das unter dem Kurztitel „E-Health@Home“ firmiert, von einem interdisziplinären Verbund bestehend aus 6 Forschungspartnern und dem Industriepartner T-Systems. Die Konsortialführung und die Projektkoordination liegt bei der FG ABS des RISP, der vom BMBF für die Laufzeit des Förderschwerpunktes (2008 – 2012) zudem die Leitung der Fokusgruppe „wirtschaftliche Grundfragen/Geschäftsmodelle“ überantwortet worden ist.

Die entwickelten analytischen Ansätze und die vier Business Cases des Projektes E-Health@Home (in Zusammenarbeit mit T-Systems, der Linde AG, der Stiftung Liebenau, dem Kölner Ärztenetzwerk diabetischer Fuß und der Bremer »mein zuhause« GmbH) haben im Forschungs- und Entwicklungsfeld hohe Aufmerksamkeit gefunden.

www.e-health-at-home.de

E-Health@Home identifiziert, bewertet, gestaltet und implementiert telemedizinische Services für ältere Menschen auf der Basis innovativer Geschäftsmodelle in einer qualitativ neuen Dimension. Das Ziel sind Alternativen für Menschen, die bislang infolge von gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Pflegeeinrichtungen untergebracht wurden. Das Projekt entwickelt die Voraussetzungen dafür, dass diese Menschen länger und nach Möglichkeit dauerhaft ein selbst bestimmtes Leben zu Hause in ihrem privaten Umfeld führen können. Ausgangspunkt für E-Health@Home sind bereits vorhandene und zukünftige Anwendungspotenziale im Bereich Telemedizin und Ambient Assisted Living.

Um dabei erfolgreich zu sein, sind durch das Projekt E-Health@Home sehr viele Belange – medizinische, technische, ökonomische und soziale – gleichermaßen und integriert zu berücksichtigen. Im Zentrum steht die Entwicklung von Geschäftsmodellen für haushaltsnahe Dienstleistungen, die gleichzeitig die empfundene Lebensqualität steigern sowie die Pflege- und Gesundheitskosten senken. Dabei wird sowohl die individuelle Perspektive von Älteren und ihren Angehörigen als auch die Perspektive privater und öffentlicher Kostenträger aufgenommen.

Über die Verbundkoordination hinaus steht die Modellierung des sozialen Umfeldes von Telemedizin- und AAL-Lösungen im Mittelpunkt des RISP-Projektes. Zum einen geht es um die Gestaltung des (lokalen) Wohn- und Lebensumfeldes in einer alternden Gesellschaft, zum anderen um die Governance des Gesundheits- und Pflegebereichs.

Weitere Informationen:

Steckbrief des Projekts im PDF-Format


Laufzeit:
September 2008 bis Dezember 2012

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Projektbearbeitung

Projektleitung



Dipl. soz. wiss. Joachim Liesenfeld

E-Mail: joachim.liesenfeld@uni-duisburg-essen.de
Tel: +49 (0)203 28099-14


Projektmitarbeiter/innen



Dipl. Soz. Wiss. Kay Loss

E-Mail: kay.loss@uni-duisburg-essen.de
Tel: +49 (0)203 28099-19


Auftraggeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Ausgewählte Publikationen


  • Martin Gersch / Joachim Liesenfeld (Hrsg): AAL- und E-Health-Geschäftsmodelle. Wiesbaden: Gabler-Verlag, 2012. -
  • Joachim Liesenfeld / Kay Loss: Innovative AAL- und E-Health-Dienstleistungen: Zusammenhänge zwischen technologischen Entwicklungen, Geschäftsmodellen und Governance, in: AAL- und E-Health-Geschäftsmodelle. J. Liesenfeld; M. Gersch (Hrsg.). Wiesbaden: Gabler-Verlag, 2012. - S.265-285
  • Joachim Liesenfeld / Kay Loss: Entwicklung von Geschäftsmodellen zur Unterstützung eines selbstbestimmten Lebens in einer alternden Gesellschaft, in: Vortrag 17.11.2011 im Vortrags- und Diskussionsforum der Medica 2011. Düsseldorf. 2011. - | Download
  • Joachim Liesenfeld / Martin Gersch: Geschäftsmodelle und wirtschaftliche Grundfragen technologiebasierter Dienstleistungen im demografischen Wandel. Vortrag auf der Abschlussveranstaltung des Metaprojektes 9.: 2011. - | Download
  • Joachim Liesenfeld / Kay Loss: Restriktionen für AAL und E-Health@Home: Wie können Innovationen dennoch erfolgreich umgesetzt werden, in: VDE; BMBF (Hrsg.): Demographischer Wandel - Assistenzsysteme aus der Forschung in den Markt (AAL 2011) 4. Deutscher AAL-Kongress mit Ausstellung, 25.-26. Januar 2011, Berlin, Tagungsbeiträge. ISBN 978-3-8007-3323-1. Offenbach: VDE-Verlag, Berlin, 2011. -
  • Liesenfeld, J./ Loss, K.: Geschäftsmodelle für Dienstleistungen im Bereich Telemedizin und E-Health@Home, in: AAL-Kongress 2010. Assistenzsysteme im Dienste des Menschen – zuhause und unterwegs, Tagungsband des 3. Deutschen AAL-Kongresses. Berlin: 2010. - 1
  • Liesenfeld, J.: Geschäftsmodelle für Dienstleistungen im Bereich Telemedizin und E-Health@Home. Berlin: 2010. - 1
  • Liesenfeld, J./ Loss, K./ Gabriel, R./ Gersch, M. (Hrsg.): Technologien und Geschäftsmodelle für den Gesundheitsstandort „Zu Hause“. Multimediale Dokumentation der 1. Jahrestagung im Rahmen des Projektes E-Health@Home am 5.11.2009 in Duisburg. Duisburg: 2010. - 1
  • Liesenfeld, J.: Technik-Organisation-Geschäftsmodelle: Treiber von Dienstleistungsinnovationen im demografischen Wandel, in: Technologien und Geschäftsmodelle für den Gesundheitsstandort „Zu Hause“. Multimediale Dokumentation der 1. Jahrestagung im Rahmen des Projektes E-Health@Home am 5.11.2009. Liesenfeld, J.; Loss, K.; Gabriel, R.; Gersch, M. (Hrsg.). 2010. - 1
  • Liesenfeld, J.: Auf neue Geschäftsmodelle kommt es an. Verbundvorhaben Entwicklung von Geschäftsmodellen zur Unterstützung eines selbstbestimmten Lebens in einer alternden Gesellschaft „E-Health@Home“, in: Tagungsband des 2. AAL-Kongresses. Berlin: 2009. - S. 192-196
  • Liesenfeld, J.: E-Health@Home. Auf neue Geschäftsmodelle kommt es an, in: In: ipp info Ausgabe 8. 2009. - Seite 10-1