Unternehmensentwicklung für Weiterbildungsträger in der Region Duisburg und Beschäftigungsorientierte Unternehmensentwicklung in der Region Emscher-Lippe

Unternehmensentwicklung für Weiterbildungsträger in der Region Duisburg

und

Beschäftigungsorientierte Unternehmensentwicklung in der Region Emscher-Lippe

Die beiden Projekte sind jeweils 2002 parallel zueinander mit den Unternehmen und Verantwortlichen in den beiden Regionen entwickelt und aufgelegt worden, um die Weiterbildungswirtschaft angesichts der deutlich zu Tage tretenden Probleme und der sich andeutenden gravierenden Umbrüche bei ihrem Modernisierungsprozess zu unterstützen. Als Instrument sind Potenzialanalysen nach EFQM eingesetzt worden, aus denen in den beteiligten Unternehmen Maßnahmen der Modernisierung der Unternehmen und der Neupositionierung auf dem Markt abgeleitet worden und – z.T. im Verbund – umgesetzt worden sind.

Förderung / Auftraggeber:

Land NRW (MWA)
Europäischer Sozialfonds
Arbeitsmarktregion Duisburg

Die Jahre 2002 bis 2004 waren für die Bildungswirtschaft insgesamt wie für die am Projekt beteiligten Bildungsträger in der Region Duisburg und in der Region Emscher-Lippe von gravierenden Umwälzungen gekennzeichnet, die weit über die zu Projektbeginn getroffenen Voraussagen hinausgegangen sind. Insbesondere die im Zusammenhang mit der Bundesanstalt für Arbeit und ihrer Förderpraxis stehenden Veränderungen haben sich bei vielen Trägern der beruflichen Fort- und Weiterbildung bzw. Qualifizierung negativ ausgewirkt. Dies hängt zusammen mit der Reduzierung von Mitteln für die berufliche Fort- und Weiterbildung, mit veränderten Bewilligungsverfahren und Systemveränderungen wie z.B. der Einführung von Bildungsgutscheinen. Im Ergebnis haben viele Bildungsanbieter ihre Unternehmen schließen müssen oder sind doch zumindest in wirtschaftliche Schieflagen geraten, so dass Entlassungen und Arbeitsplatzabbau in größerem Ausmaß stattgefunden haben.

Für das Projekt hat sich diese Situation ausgewirkt, insofern sie auch viel Aufmerksamkeit der am Projekt beteiligten Bildungsanbieter auf sich gezogen hat. Neben dem Qualitätsmanagement waren so die strategische (Neu)Positionierung am Markt und die damit zusammenhängenden internen Prozessveränderungen fortlaufend bestimmende Themen des Projektes.

Bei den beteiligten Weiterbildungsunternehmen sind in der ersten Projektphase i.d.R. Potenzialanalysen nach EFQM durchgeführt worden. Den Abschluss dieser Phase bildeten Maßnahmeplanungen, deren Umsetzung anschließend wie vorgesehen beratend begleitet worden ist. Einzelheiten zu den Aktionsplanungen und den Umsetzungsprojekten sind in der Abschlusspräsentation des Projektes enthalten. Für die Umsetzung des Projektes war dabei die enge Verzahnung mit den Qualifizierungsaktivitäten von Wichtigkeit. Zum einen sind die projektbeteiligten Mitarbeiter in den Unternehmen im Hinblick auf die Projektmethodik fortgebildet worden. Zum anderen sind in den Unternehmen jeweils Mitarbeiter zu EFQM-Assessoren ausgebildet worden (mit offiziellem Zertifikat), damit der Unternehmensprozess auch eigenständig weiter getragen werden konnten.

Mit den Potenzialanalysen, den Aktionsplanungen und den Umsetzungsprojekten ist so ein wichtiger Beitrag für die Unternehmensentwicklung erfolgt. Darüber hinaus haben die Unternehmen das Projekt zum Aufbau von Qualitätsmanagement genutzt. Ein Teil der Bildungsunternehmen hat im Projekt die Einführung von QM-Systemen vorbereitet bzw. flankiert. Z.T. haben die Unternehmen einzelne strategische Projekte aufgelegt, die auf neue Marktzugänge ausgerichtet sind. Stichworte hierzu sind z.B. Kunden-Struktur-Analysen oder auch die Einführung einer Balanced-Scorecard u.a.m.. Für beide Optionen wie im übrigen auch die Bearbeitung eher interner Faktoren wie z.B. von Führungsinstrumenten hat sich der dem Projekt zu Grunde gelegte EFQM-Ansatz sehr bewährt.

In den jeweiligen Verbundmeetings sowie einer Vielzahl bi- und trilateraler Treffen ist das zu Beginn vereinbarte Arbeitsprogramm bewältigt worden, das für das Ziel des „Lernens aus guten Beispielen“ sehr förderlich war. Für die Kooperationsbeziehungen zwischen den am Verbundprojekt beteiligten Bildungsträgern hat es sich sehr bewährt, dass daneben ein gemeinsames Leitprojekt vereinbart worden ist, das dem Benchmarking-Ansatz besonders entsprochen hat. Hierbei handelt es sich um eine Unternehmensbefragung bzw. eine Unternehmenskundenbefragung der beteiligten Bildungsträger. Diese hatte zwei Ziele, zum ersten die Gewinnung von Bewertungsergebnissen der Bildungsträger im Vergleich, zum zweiten die Gewinnung von Informationen über Anforderungen und Erwartungshaltungen der Unternehmen im Hinblick auf den Bedarf an Bildungsdienstleistungen und sonstigen personalbezogenen Dienstleistungen. Sie ermöglicht des weiteren auch einige regionale Vergleiche. Die Ergebnisse der Unternehmensbefragung sind u.a. auch auf den Transferveranstaltungen im März und April 2004 vorgestellt worden.

Der Transfer des Projektes war auf zwei Ebenen angesiedelt. Zum ersten ging es hierbei um die Aufarbeitung und Strategiebildung im Hinblick auf neue Anforderungen an die Bildungswirtschaft (Stichworte: z.B. Bildungsgutscheine oder Kooperation). Die beiden Projekte sind selbstverständlich in enger Abstimmung mit den beiden Regionen, den Regionalsekretariaten und weiteren Verantwortlichen umsetzt worden.

In Duisburg hat eine enge Kooperation mit dem „Verein für Bildungs- und Qualifizierungsberatung Duisburg“ (VBD), in Emscher-Lippe mit der bei der IHK Gelsenkirchen angesiedelten AG Weiterbildung der Region stattgefunden.

Weitere Informationen zu den Projekten als PDF-Dokumente:

Abschlussbericht

Ergebnisse der Unternehmensbefragung

Förderung / Auftraggeber:

Land NRW (MWA)
Europäischer Sozialfonds
Arbeitsmarktregion Duisburg


Laufzeit:
August 2002 bis April 2004

Kooperationspartner |

Projektbearbeitung


Auftraggeber