Älterwerden in Deutschland - Schritte zur Öffnung des Pflegeversorgungssystems für hilfs- und pflegebedürftige MigrantInnen - Entwicklung Erprobung von interkulturellen Qualifizierungskonzepten für Beschäftigte der Altenpflege

Das Projekt “Älterwerden in Deutschland” hat das Ziel, migrationsthematische Module für die Weiterbildung von Pflegekräften im Bereich der Altenhilfe zu entwickeln und zu erproben.
Seit den 80er Jahren wird in der Fachöffentlichkeit darüber diskutiert, was es für die deutsche Gesellschaft bedeutet, wenn ArbeitsmigrantInnen, die in den 60er und 70er Jahren nach Deutschland gezogen sind, ins Rentenalter kommen.

Das Projekt “Älterwerden in Deutschland” hat das Ziel, migrationsthematische Module für die Weiterbildung von Pflegekräften im Bereich der Altenhilfe zu entwickeln und zu erproben.
Seit den 80er Jahren wird in der Fachöffentlichkeit darüber diskutiert, was es für die deutsche Gesellschaft bedeutet, wenn ArbeitsmigrantInnen, die in den 60er und 70er Jahren nach Deutschland gezogen sind, ins Rentenalter kommen.

Die Ausgangslage ist weitgehend erforscht, das Problem, das auf die Betroffenen und die Einrichtungen der Altenhilfe in jeweils verschiedener Weise zukommen wird, ist in seinen Facetten gut prognostiziert: Das Altenpflegesystem ist auf ältere MigrantInnen als Kunden und Klienten nicht genügend vorbereitet. Über einen entsprechenden Handlungsbedarf herrscht weitgehend Konsens. In der Folge haben sich Verantwortliche in politischen Institutionen, Wohlfahrtsverbänden und Forschung für die Beantwortung der Frage engagiert, wie Angebote der Altenhilfe den jeweils individuell zu ermittelnden Bedürfnissen von älteren MigrantInnen gerecht werden können.

Unser Projekt bearbeitet einen Teilbereich des Problems: die Fort- und Weiterbildung von Pflegekräften. Altenpflegerinnen und -pfleger müssen auf den Kontakt mit MigrantInnen in ihrem Berufsalltag vorbereitet sein. Dies umfasst den Erwerb von Kenntnissen über die kulturellen und sozialen Bezüge ihrer KundInnen sowie die Fähigkeit, ihre jeweils eigenen Hintergründe kritisch reflektieren zu können. Nur so kann kultursensibles Handeln eingeübt werden.

Zielgruppen des Projektes sind:

  • Pflegekräfte in der ambulanten und stationären Altenhilfe und geriatrischen Abteilungen;
  • Leiterinnen und Leiter von Einrichtungen der Altenpflege;
  • Lehrerinnen und Lehrer von Krankenpflegeschulen und Fachseminaren für Altenpflege;
  • Weiterbildungsinstitute für Lehrerinnen und Lehrer von Pflegeberufen;
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen;
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegekassen.

Mit unserem auf Vernetzung angelegten Projektansatz wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die jeweils spezifischen Bedürfnislagen vor Ort in Wuppertal auszuwerten und in die Module zu integrieren. Die Ergebnisse wurden anschließend in die Region transferiert und weiterverarbeitet.


Laufzeit:
Januar 2000 bis Juni 2001

Kooperationspartner |

Projektbearbeitung

Projektleitung



Eva Kaewnetara

E-Mail:
Tel: +49 (0)203 36303-30

Dr. Hans Uske

E-Mail: hans.uske@uni-duisburg-essen.de
Tel: +49 (0)203 36303-31



Ausgewählte Publikationen


  • Kaewnetara, Eva / Uske, Hans: Migration und Alter - Auf dem Weg zu einer kulturkompetenten Altenarbeit. Konzepte, Methoden, Erfahrungen. Aufsatzsammlung. Unrast-Verlag / 14,80 €, 2001. - | mehr...
  • Kaewnetara, Eva / Uske, Hans: Migration und Alter, in: DISS-Journal 8/2001, Seite 19-21. 2001. - | mehr...